Liebe Leser*innen,
die Redaktion der Schülerzeitung Monte-Blatt führt immer sehr spannende Gespräche mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
In diesem Rahmen entstand in den letzten Wochen dieses interessante und sehr aufschlussreiche Interview mit Jörg Richert, dem Gründer von KARUNA e.V., was wir euch hier gesondert und als Vorschau für die nächste Ausgabe zur Verfügung stellen möchten.
Die nächste Ausgabe des Monte-Blatts erscheint am 7.12.2019 und wird für Angehörige der Schule wieder über die NextCloud zum Download bereitgestellt.
KARUNA über KARUNA
Ein Interview mit Jörg, dem Gründer von KARUNA
Fredrik: Wie viele Einrichtungen hat Karuna und welche sind das?
Jörg: Erstmal gibt es uns zweimal. Einmal gibt es „Karuna – Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not“. Und dann gibt es „Karuna – Die Sozialgenossenschaft mit Familiensinn“ das ist eine eingetragene Genossenschaft. Also zwei Organisationen. In der einen helfen wir vor allem Kindern und Jugendlichen, auch Jugendlichen, die auf der Straße leben, Straßenkinder dann. Und bei der Genossenschaft, da machen die Straßenjugendlichen mit und wir helfen den anderen Straßenkindern oder Obdachlosen oder psychisch Kranken und allen, die Hilfe brauchen.
Die Idee ist: Wir helfen euch und wenn ihr stark genug seid, dann kommt ihr in die andere Organisation und dann helfen wir zusammen den anderen. Denn diejenigen, die auf der Straße leben, die haben ja totale Erfahrung, wie es auf der Straße ist und die brauchen wir, um besser helfen zu können.
Das ist tatsächlich cool, denn dann können sie sagen: „Wow, mein Leben auf der Straße hat auch irgendwie einen Sinn gehabt.“ Das ist praktisch wie ein Schulabschluss oder wie eine berufliche Erfahrung. Und das ist tatsächlich so,
dass sie ganz viel wissen, was wir nicht wissen: Wo kann man schlafen, wo ist es warm und wo gibt es was zu essen?
Hannah: Wie wird eigentlich in den Einrichtungen Weihnachten gefeiert?
Jörg: Also, das ist immer so ein bisschen traurig, denn Weihnachten ist immer so gemütlich zu Hause mit Mama und Papa oder wem auch immer. Und wenn diejenigen, die kein zu Hause haben, weil die sich gestritten haben mit den Eltern und weggelaufen sind – wir bleiben mal bei den Jugendlichen – dann ist das immer so ein bisschen traurig.
Aber wir haben uns was einfallen lassen – wart ihr schon mal in Jamlitz? – Noch nicht? Da fahrt ihr bestimmt noch hin, denn das gehört zu Karuna, genau wie eure Schule.
Das ist ein ganz schöner Ort, da haben wir ganz preiswert einen alten Bahnhof gekauft. Das Dach war kaputt und so, dann haben wir das ausgebaut. Und da – zu jedem Weihnachten- treffen sich, viele Jugendliche und feiern dort Weihnachten. Und dann braten wir immer und kochen. Dann ist das wie so eine Familie mit einem geschmückten Tannenbaum und dann gibt es auch Geschenke.
Fredrik: Feiern Obdachlose Weihnachten und wenn ja – wie und wo?
Jörg: Bei den älteren Obdachlosen, da machen wir diesmal am 24. Dezember so ein Café auf in Berlin-Kreuzberg auf, das ist ein Nachtcafé, da kann man die ganze Nacht bleiben, damit man nicht friert. Da hat man es warm und kann einen Kaffee trinken, es gibt auch Kakao oder was Leckeres zu essen. Ich habe neulich mit jemandem telefoniert, der hat eine große Küche, der will dann Suppe kochen. Und dort werden wir Weihnachten feiern mit den Obdachlosen und auch Silvester.
Am dem 15. November hat das Café aufgemacht und ist jede Nacht und jeden Tag auf, damit die, die draußen schlafen, nicht draußen schlafen müssen, sondern ins Warme können.
Hannah: Was kann man tun, um Obdachlosen zu helfen? Also einzelne Personen?
Jörg: Da gibt es richtig viel zu tun. Das ist eine gute Frage. Sicherlich auch eine Frage, die sich manchmal Kinder stellen: Wie kann ich auch helfen oder Mama und Papa oder andere Onkel und Tante oder so…
Da gibt es ganz viele Möglichkeiten behilflich zu sein. Eine, die richtet sich eher an Erwachsene: Redet ruhig mal mit denen, wenn man am Bahnhof mal jemanden trifft. Als Erwachsener drückt ihnen ruhig mal Geld in die Hand oder auch mal fragen: Was können Sie gebrauchen? Kann ich Ihnen mal was vorbeibringen?
Fredrik: Aber wenn man ihnen Geld gibt, dann passiert es doch auch manchmal, dass sie sich auch Drogen und Alkohol kaufen.
Hannah: Oder dass sie ausgeraubt werden, das passiert ja auch manchmal.
Jörg: Ja, das stimmt. Bleiben wir nochmal bei dem Thema, wenn ich ihnen Geld gebe. Dann trinken die vielleicht Alkohol. Stimmt, aber es gibt ja die Alkoholkrankheit. Das heißt, wenn er z.B. wirklich alkoholkrank ist, dann braucht er Alkohol. Wenn er oder sie nicht trinken würde, dann kann es passieren, dass er Entzugserscheinungen bekommt.
Da fängt man an zu zittern und bis dahin, dass sie sterben können. Das heißt, sie brauchen eigentlich Alkohol. Dann würde ich immer sagen: Trink lieber was, also Alkohol. Und wenn du von dem Alkohol wegkommen willst, dann brauchen wir tatsächlich Ärzte und ich helfe dir, dass du ins Krankenhaus kommst. Da müssen immer Ärzte bei dir sein, dann kriegst du Medikamente, damit du nicht im Entzug – so nennt man das – stirbst. Das wissen viele nicht, deshalb ist es gut, dass du die Frage gestellt hast. Ich würde immer empfehlen: Gebt ihnen Geld, denn das sind ja
Menschen wie du und ich. Sie können ja selber eine Entscheidung treffen. Wenn sie die Entscheidung treffen, sie trinken Alkohol oder nehmen Drogen, dann machen sie das. Und bestenfalls könnte es sogar sein, dass man jemandem das Leben rettet, weil er sich ein Bier kauft und das braucht.
Okay, bei Jugendlichen ist das nochmal anders, denn es gibt ja noch andere Drogen außer Alkohol und das will man irgendwie nicht, das verstehe ich. Aber das würde ja bedeuten, wir geben ihnen gar nichts mehr. Oder wir kaufen ihnen einfach irgendwas und das ist schwierig. Stell dir vor, ich kaufe dir jeden Tag etwas und du willst das gar nicht haben. Das ist auch doof. Ich glaube, es ist immer gut, was zu geben. Geld, oder wenn ich mal aus dem Einkaufsladen komme vielleicht ein Brötchen oder so. Und noch besser ist es, man geht in den Einkaufsladen und da ist dann jemand, der verkauft den Kompass oder eine Obdachlosenzeitung oder aber bettelt, dann zu fragen: „Ich gehe jetzt einkaufen. Darf ich Ihnen was mitbringen? Was hätten Sie denn gerne?“ Und dann bringt man das mit, anstatt Geld zu geben.
Sie wollen auch gerne sprechen und sie wollen sich gerne unterhalten, denn sie sind oft auch sehr einsam, deswegen ist es auch schön, wenn man ihnen mal ein Gespräch schenkt. Meistens lernt man davon auch noch ganz viel und freut sich
dann innerlich, dass man mit jemandem gesprochen hat und es ihm damit besser geht.
Eigentlich brauchen sie eine Wohnung und jetzt wird es richtig schwierig, denn wir haben nicht so viele Wohnungen in Berlin. Und das müssen wir zusammen mit der Regierung klären.
Fredrik: Die Wohnungen werden ja auch immer teurer und teurer!
Jörg: Das stimmt, deswegen überlegen wir gerade ob man nicht kleine Häuser baut z.B. Tiny Houses oder noch kleiner: Home Less. Die sind wirklich ganz klein. Man kann da auch nur drinsitzen, aber es hat eine Tür und ein Fenster, ein Oberlicht, ein Mini Waschbecken, es hat sogar eine klappbare Badewanne, es hat ein Bett drin. Alles ist
auf kleinstem Raum da drin. Auch eine kleine Küche mit Gasherd. Wir überlegen gerade, ob man davon ganz viele baut und den Menschen schenkt, damit sie in der Nacht oder auch am Tag da rein gehen können. Abschließen können
und sich ausschlafen können. Denn die meisten Obdachlosen leider unter Schlafmangel. Wenn man ein paar Tage nicht richtig geschlafen hat, kann man gar nicht mehr richtig denken, dann kann man auch nicht mehr handeln.
Deswegen ist Schlaf ganz wichtig. Wir von Karuna diskutieren das gerade mit den Politikern, die sind sehr einverstanden, die möchten das auch und wir müssen jetzt überlegen, wo kriegen wir eine Fläche, ein Grundstück, dass wir ein paar Jahre nutzen können. Da würden wir ein paar Minihäuser aufstellen und dann können wir das mal
ausprobieren, dass wenn sie dort in diesen kleinen Minihäuser wohnen, dann kann man ihnen besser helfen. Denn wenn sie ausgeschlafen sind, dann können wir auch ganz gut mit ihnen reden und dann können wir überlegen, wie sie zu einer Wohnung kommen. Die meisten haben keinen Personalausweis. Aber wenn man eine Wohnung haben will, braucht man einen Ausweis. Also muss man die Geburtsurkunde finden. Ja wo ist die denn jetzt? Dann musst du deine Mama anrufen. Oh, meine Mama ist schon längst tot, denn ich bin schon 50. Und dann muss man mit ihnen zum
Bürgeramt gehen, da kann man dann die Geburtsurkunde anfordern. Das ist super viel Arbeit. Das klappt eben nur, wenn man ausgeschlafen ist und halbwegs nüchtern ist, also nicht zu viel getrunken hat.
Fredrik: Manchmal hat man ja Angst vor Obdachlosen, die einfach nur in der Bahn schlafen. Woher kommt das?
Jörg: Geht mir auch so. Ich habe manchmal auch Angst. Dann denke ich: „Oh, hoffentlich tut der mir nichts.“
Vielleicht weil man sich bedroht fühlt. Ich kenne auch viele die sagen so: „Der ist ja so schmutzig.“ Ich weiß gar nicht wie ich dem Geld geben soll, ich ekle mich. Und ich finde, dass es wichtig ist, dass man darüber mal spricht oder öfter mal spricht. Damit man so die Angst verliert. Die meisten sprechen gar nicht über das Thema und das ist eher schlecht. Also mal abends beim Abendbrot oder früh morgens, sucht ruhig mal das Gespräch mit den Eltern. Um nachzudenken: „Wie geht’s denen eigentlich?“ Stell dir mal vor, du könntest gar nicht duschen, dann bist du ja auch irgendwann schmutzig. Und dann siehst du auch komisch aus. Dann gehst du nicht zum Zahnarzt, dann fehlt dir ein Zahn. Dann siehst du immer blöder aus und immer schlechter und dann sagen die anderen: „Ich ekel mich.“
Ich glaube, dann hilft man sich, wenn man darüber spricht. Dass man versteht, woher kommt das, dann verliert man ein bisschen die Angst. Die Angst mal ein bisschen überwinden und ruhig trotzdem mal mit jemandem sprechen, der komisch aussieht.
Aber Angst ist auch gut. Lieber erst mal auf die Angst hören, gerade als Kind, weil man sich nicht so gut wehren kann. Dann würde ich lieber vorbei gehen oder einen Bogen machen. Das ist in Ordnung. Und wenn jemand dabei ist, der einen schützt im Notfall, dann kann man es auch mal riskieren.
Hannah: Es gibt ja auch drogenabhängige Obdachlose, aber Drogen sind ja auch ziemlich teuer und woher haben die denn das Geld für die Drogen?
Jörg: Bestenfalls schnorren sie es. Schnorren heißt betteln. Leute die gut betteln – das ist ein richtig harter „Beruf“ eigentlich – die schaffen es 15-20 € am Tag zu erbetteln.
In Berlin-Mitte und Friedrichshain da sind ja die meisten Obdachlosen, also in den Innenstadtbezirken, wo die meisten Leute rumlaufen. Da können sie sich schon Haschisch kaufen. Bei anderen Drogen die teurer sind, da wird es richtig
schwierig, da kann es auch sein, dass welche dabei sind, die andere bestehlen oder irgendwas klauen.
Ich kannte zum Beispiel mal ein junges Mädchen, die war heroinabhängig, brauchte also viel Geld und hat immer im Supermarkt Kaffee gestohlen und hat diesen Kaffee in Cafés verkauft. Das war eigentlich fies, erstmal dass sie die Läden bestohlen hat. Aber noch fieser fand ich ja, dass die Cafés den Kaffee abgekauft haben, obwohl sie bei dem Mädchen gesehen haben, das sie obdachlos ist. Die wussten ganz genau, die hat es gestohlen und die hat es natürlich viel preiswerter verkauft. Und auf einmal machen dort ganz viele mit und beuten eigentlich so ein Mädchen aus, die in großer Not ist. Sie braucht diese Droge, weil sie sonst diese Entzugserscheinungen bekommt und dann geht’s ihr richtig schlecht und dann müssen sie eigentlich sofort zum Notarzt und ins Krankenhaus. Es gibt auch Ersatzdrogen vom Arzt und da gehen diese Entzugserscheinungen zurück und dann können sie damit halbwegs umgehen. Also ein Mensch der drogenabhängig ist, hat keine Kontrolle mehr über seinen Körper und auch nicht über seinen Geist.
Deswegen muss man ihnen unbedingt helfen und wenn er noch halbwegs ansprechbar ist und dann mit ihm zu reden:
„Komm willst du deine Situation verändern?“, ich kann dir helfen. Ich kenne einen guten Arzt oder du gehst ins Krankenhaus, kannst dich dort ausruhen, bekommst eine Spritze und hast die Entzugserscheinungen nicht. Und so versucht man von der Droge runterzukommen. Also aufzuhören. Aber das ist ganz schwierig und dauert manchmal
Jahre.
Also am besten, niemals Rauchen und keine Drogen.
Frederik: Gibt es eine Feier, bei der alle von Karuna mitmachen?
Jörg: Es gibt einmal im Jahr eine Feier, da laden wir alle Mitarbeiter ein, auch Jugendliche, Kinder eher nicht, weil es abends ist. Dann wird gefeiert. Aber dass wir alle einladen – das ist eine ziemlich gute Idee. Im nächsten Jahr, das kann
ich schonmal verraten, im Sommer, da wird Karuna Zukunft für Kinder und Jugendliche, 30 Jahre alt. Da überlegen
wir: „Wie feiern wir das?“ Wir haben mehrere Ideen, aber eine kann ich schon verraten. Wir wollen einen Wald pflanzen. Für jedes Jahr das es uns gibt, einen Baum. Also 30 Bäume. Aber richtig große Bäume, wo ein Baum 1000,00 EUR kostet und schon so um die drei Meter hoch ist. Wir wollen in Berlin einen kleinen „30 Bäume Wald“
pflanzen. Für eine bessere Luft also, um CO2 absorbieren zu können. Wir sprechen gerade mit dem Bürgermeister von Berlin-Lichtenberg, denn der hat großes Interesse so eine Fläche zur Verfügung zu stellen. Dann gehe ich davon aus,
dass wir an einem Samstag alle einladen, auch die Schüler mit ihren Eltern zusammen, das alle hinkommen und wir die Bäume gemeinsam einpflanzen und das eine große Feier stattfindet.
Hannah: Es hieß ja schon lange, dass man hier auf der Montessori Schule Berlin Buch sein Abitur machen kann, wann kann man das machen?
Jörg: Ich war gestern drüben in der Sekundarstufe, weil meine Tochter hier auch zur Schule geht. Da ist mir das auch nochmal durch den Kopf gegangen, sozusagen aus der Sicht des Papas und das ich das so gerne hätte. Wir wollen es die ganze Zeit. Aber es ist sehr, sehr schwer die Abiturstufe zu finanzieren. Das ist in der Abiturstufe nochmal schwieriger als in der Sekundarstufe. Das würde zwischen 600 EUR – 800 EUR Schulgeld pro Monat kosten.
Deswegen überlegen wir immer noch uns mit anderen Schulen zusammenzutun. Es liegt daran, dass man es so schwer finanzieren kann. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir irgendwie mal einen Trick finden, dass man es machen
kann. Ich versteh die Frage gut und hätte es auch gern.
Frederik: Arbeitet Karuna auch außerhalb Deutschlands?
Jörg: Bei der 2.Organisation haben wir auch Mitglieder, da sind beispielsweise Amerikaner, Österreicher und Vietnamesen dabei. In Vietnam haben wir Freunde, mit denen wir zusammenarbeiten. Die haben auch eine Schule gegründet und waren vorher hier und haben sich die Schule angeschaut, um dann die andere zu bauen. Ihr kennt bestimmt Ayse und sie war auch mit in Vietnam mit mir zusammen und den Jugendlichen. Das heißt, wir tauschen uns immer so aus in dem wir uns gegenseitig besuchen und helfen, dass der andere seine Ideen umsetzten kann. Es gibt
jetzt eine tolle Schule in Vietnam. Die versucht auch als Montessorischule, das ist die erste in diesem Landesteil, gute Arbeit zu leisten und die machen das auch ganz toll. Vor kurzem waren wir auch in den USA mit Jugendlichen zusammen und haben uns dort angeguckt wie die Amerikaner obdachlosen Leuten helfen. Da waren wir ganz
fasziniert was für tolle Ideen, die haben. Es war sehr spannend wie die das organisieren und ja, wir sind jetzt richtig Amerika-Fans. Die Menschen, die dort wohnen und dort leben sind toll, sind aufmerksam, sehr hilfsbereit. Wenn auf
der Straße jemand Obdachlos ist, gehen die Leute nicht einfach vorbei, sie fragen ständig: „Wie kann ich Ihnen helfen?“, „Wollen sie meine Jacke haben?“ und was wir alles erlebt haben. Oder: „Soll ich Ihnen mein Handy schenken?“ Habe ich hier noch nie gesehen. Da gibt es auch eine Organisation, die jeden Tag in New York Handys
verschenken auf der Straße an Obdachlose. Das ist natürlich toll. Wenn du obdachlos bist und ein Handy hast, kannst du ganz viel selber organisieren. Dann kannst du auch mal einen Arzt holen, wenn du einen brauchst.
Wir haben eine „Mokli-App“ entwickelt, die genaue Adresse ist: www.mokli-help.de Wenn ihr die im Computer oder Handy eingebt, müsst ihr kurz warten und dann seht ihr kleine Bilder z.B. Teller mit Besteck oder eine Dusche mit Wasser. Da können Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben praktisch darauf tippen. Dann sucht diese
App in der Nähe, wo du gerade bist, wo die nächste Möglichkeit wäre kostenlos zu duschen oder zu essen. Oder wo die nächste Beratung ist. Das geht natürlich nur, wenn du ein Handy hast. Deswegen ist ein Handy super wichtig, insbesondere für Menschen die obdachlos sind. Dann können die sich z.B. darüber viel besser helfen. Wenn du auf der Straße bist, woher soll ich jetzt wissen, wo es was zu essen gibt. Gibt man jetzt beispielsweise Pankow in die „moklihelp“ App ein, da wird einem die Florastraße angegeben. Dort gibt es eine große Küche und auch eine
Kleiderkammer. Wenn ich eine Jacke brauche, kann ich dort eine Jacke umsonst bekommen.
Meine App verrät mir dann: „Da kannst du hingehen.“
Hanna und Frederik: Vielen Dank Jörg für das ausführliche und spannende Interview.
Bitte Beachtet in diesem Zusammenhang noch einmal die per Mail versandten Infos zur Spendenaktion unserer Schule für Obdachlose. Es werden Schlafsäcke, Wolldecken und Isomatten für die Kältehilfe benötigt! Geldspenden sind ebenfalls willkommen! Bitte wendet euch an Anne Anders (Hort-Team), wenn ihr helfen könnt! Ihre E-Mail-Adresse findet ihr im Wiki; gerne leiten wir aber auch eure Nachricht weiter, die ihr uns über das Kontaktformular zusenden könnt.
Helfen könnt ihr auch, indem ihr am kommenden Samstag beim Adventsfest im Karuna-Saal die eine oder andere von den Lernenden handgemachte Kleinigkeit oder etwas leckeres zu essen oder trinken kauft. Von dem Erlös der meisten Verkaufsstände werden von der Schule Schlafsäcke für die Kältehilfe gekauft.